Zahnarztpraxis Geerk

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„Wir leben alle unter einem Himmel, aber jeder hat einen anderen Horizont.”

– nach Konrad Adenauer –

Kiefergelenkstherapie

Funktionsanalyse (= FAL)
Eine FAL dient der Befunderhebung und Diagnostik bei Kiefergelenksproblemen und laborgefertigtem Zahnersatz. Hierzu benötigt man je eine Ober- und Unterkieferabformung, die zur Herstellung der Situationsmodelle gebraucht werden. Zudem wird die Position des Oberkiefers mittels eines Gesichtsbogens schädelbezüglich festgehalten. Der Gesichtsbogen orientiert sich an reproduzierbaren Schädelpunkten und dient zur Übertragung des Oberkiefers in den Artikulator (= Gerät zur Imitation der Unterkieferbewegung). Mittels einer Aufbissplatte (= Ahlers-Platte) wird in einer zweiten Sitzung der Unterkiefer gegen den Oberkiefer festgelegt. Dadurch ist Ihre individuelle Gebisssituation genau in den Artikulator übertragen und es können außerhalb des Mundes Fehl- bzw. Frühkontakte festgestellt und Kiefergelenkprobleme diagnostiziert werden.

Nach Sammlung der Befunde ist es nun möglich Kiefergelenksprobleme therapeutisch anzugeben und ggf. notwendigen Zahnersatz zu planen. Zusätzlich ist es immer notwendig, nicht nur die Schlussbisslage, sondern auch die Bewegungsbahnen in den Artikulator zu übertragen. Dazu dient uns ein elektronisches Messverfahren (Cadiax).

Schienentherapie bei Kiefergelenksproblemen
Im Anschluß an die FAL schließt sich bei Kiefergelenksproblemen die Schienentherapie an. Es handelt sich dabei um eine Aufbissschiene, die über den Oberkiefer oder den Unterkiefer geschoben und vor allem nachts getragen wird. Durch die Aufhebung der Fehlbisslage bzw. der Fehlkontakte kann sich die Muskulatur entspannen und die Beschwerden des Kiefergelenkes verringern. Sind die Beschwerden weg, wird die Unterkieferposition neu zum Oberkiefer mittels Ahlers-Platte in Beziehung gebracht. In dieser Kieferrelation wird dann der neue Zahnersatz gefertigt, der wie eine Dauerschiene wirkt.

Neben der Kiefergelenkstherapie können Schienen sinnvoll auch als prophylaktische Maßnahme bei Patienten angewendet werden, die nachts mit den Zähnen knirschen bzw. pressen (= Bruxismus). Diese Schutzschienen bewahren den Zahn vor übermäßigen Abrieb der Zahnhartsubstanz.